Programm

Hier findest du alle Infos zum Programm. Diese Seite wird laufend aktualisiert und mit Details ergänzt


Digitales Vorprogramm

  • Vernetzungstreffen für Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen: 08.04.2026, 19.00 Uhr
  • Antragsteller*innen-Treffen: 09.04.2026, 19.00 Uhr

Die Zoom-Links für das digitale Rahmenprogramm erhältst du nach deiner Anmeldung rechtzeitig per Mail.


 


Landesmitgliederversammlung Programm

Freitag, 10.04.

  • ab 14.30 Uhr: Anreise & Anmeldung
  • 14.30 bis 15.30 Uhr: Neumitgliedertreffen
  • 15.30 bis 17.00 Uhr: Kritische Männlichkeit & FLINTA*-Plenum
  • 17.00 bis 18.00 Uhr: Abendessen
  • 18.00 bis 20.00 Uhr: Versammlung
  • 20.15 bis 21.45 Uhr: Panel
  • 21.45 bis 23.00 Uhr: Abendprogramm

Samstag, 11.04.

  • 8.00 bis 9.00 Uhr: Frühstück
  • 9.00  bis 11.30 Uhr: Workshopphase 1
  • 11.30 bis 13.00 Uhr: Mittagessen & Vernetzungstreffen für migrantisierte Mitglieder
  • 13.30 bis 16.00 Uhr: Workshopphase 2
  • 16.30 bis 18.00 Uhr: Versammlung
  • 18.00 bis 19.00 Uhr: Abendessen
  • 19.00 bis 20.30 Uhr: Versammlung
  • 20.30 bis 23.00 Uhr: Abendprogramm

Sonntag, 12.04.

  • 8.00 bis 9.00 Uhr: Frühstück
  • 9.00 bis 10.30 Uhr: Workshopphase 
  • 11.00 bis 12.00 Uhr: Versammlung
  • 12.00 bis 13.00 Uhr: Mittagessen
  • 13.00 bis 14.00 Uhr: Versammlung
  • 14.00 bis 15.00 Uhr: Reflexion & gemeinsamer Abschluss
  • 15.00 Uhr: Abreise 

 


Bildungsprogramm

Neben der offiziellen Versammlung bieten wir ein umfangreiches Bildungsprogramm an, das bereits am Freitagnachmittag beginnt und am Sonntagmittag mit einer abschließenden Reflexion endet.
Für beide Workshopphasen am Samstag kannst du bei deiner Anmeldung zur LMV eine Workshop-Präferenz angeben.
Hier findest du die Auswahl und Kurzbeschreibung der Workshops:


Freitag 15.30-17.00 Uhr

Option 1: Kritische Männlichkeit Workshop

Referent*in und Beschreibung folgt.

 

Option 2: FLINTA*-Empowerment

Referent*innen: Merle und Lina von der GRÜNEN JUGEND NRW

Das Plenum richtet sich an Frauen, Lesben, inter, nicht binäre, trans* und agender Personen. 


Freitag 20.15-21.45 Uhr

 

Panel

Beschreibung folgt.


 Samstag 9.00-11.30 Uhr | Workshopphase 1

 

Workshop 1: Faschismus verstehen heißt ihn zu bekämpfen – Gesellschaft, Krise und Kapitalismus 

Referent*in: Bildungsteam GRÜNE JUGEND NRW

Warum erleben wir gerade einen massiven Rechtsruck? Reicht der Begriff „Rechtsextremismus“ oder müssen wir von Faschismus sprechen?
In diesem Grundlagenworkshop klären wir zentrale Begriffe und analysieren, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen Faschismus entsteht. Dabei werfen wir einen Blick auf das Prinzip der neoliberalen Hegemonie und die Bedeutung von sozialer Spaltung und Krisendynamiken im Kapitalismus.
Ziel des Workshops ist es, die Funktionsweisen von Faschismus strukturell zu verstehen, als Grundlage für eine wirksame antifaschistische Praxis.
Der Workshop richtet sich explizit an Einsteiger*innen, Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

 

Workshop 2: Die Bombenanschläge des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Köln

Referent*innen: Initiative „Keupstraße ist überall“

Die Initiative „Keupstraße ist überall“ wurde 2013 in Köln-Mülheim gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Geschädigten und solidarischen Unterstützer*innen aus der breiten Zivilgesellschaft anlässlich des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße im Jahr 2004 durch die rechtsterroristische Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Die Initiative arbeitet nicht nur zum Anschlag in der Keupstraße, sondern auch zum Sprengstoffanschlag in der Probsteigasse in der Kölner Innenstadt im Jahr 2001, der ebenfalls vom NSU verübt wurde.
Die Initiative möchte durch ihre Arbeit die Erfahrungen und Leidensgeschichten der Betroffenen sichtbar und hörbar machen, sowie Rechtsextremismus und Rassismus bekämpfen.
Thematisiert werden die rassistischen Motive der Taten sowie der gesellschaftliche Kontext, aus der Perspektive der Betroffenen.

 

Workshop 3: Rechte Netzwerke international: Strategien erkennen, Widerstand stärken

Referent*in: folgt.

Rechte und extrem rechte Gruppen organisieren sich zunehmend international, vernetzen sich digital und versuchen gesellschaftliche Diskurse nach rechts zu verschieben. Um ihnen wirksam begegnen zu können, ist es wichtig, ihre Strukturen, Strategien und Ideologien zu verstehen.
In diesem Workshop schauen wir uns an, wie rechte Netzwerke in Deutschland und international aufgebaut sind, welche Narrative sie verbreiten und wie sie versuchen, Einfluss auf Gesellschaft und Politik zu nehmen. Gemeinsam analysieren wir aktuelle Entwicklungen und diskutieren, welche Rolle zivilgesellschaftlicher und antifaschistischer Widerstand spielen kann.

 

Workshop 4: Faschismus, Patriarchat, Antifeminismus: Macht, Kontrolle, Widerstand!

Referent*in: Bildungsteam GRÜNE JUGEND NRW

Warum ist der Kampf gegen Feminismus oft der erste Schritt in Richtung Rechtsextremismus? In diesem Workshop untersuchen wir die „ideologische Brücke“ zwischen Faschismus und Antifeminismus. Wir decken auf, warum autoritäre Systeme eine strikte Rollenverteilung von Mann und Frau brauchen, um zu funktionieren und warum die Selbstbestimmung von FLINTA-Personen* das rechte Weltbild im Kern erschüttert.
Wir schauen uns die Realität hinter der Theorie an:
• Körper als Schlachtfeld: Wie Angriffe auf Abtreibungsrechte und die Diskriminierung von trans* Personen als Machtinstrumente dienen.
• Die Rolle der Frau: Warum auch Frauen in rechten Bewegungen aktiv sind und welche Funktionen sie dort übernehmen.
• Widerstand leisten: Wie sieht ein feministischer Antifaschismus aus, der sich gegen den aktuellen gesellschaftlichen Rückschritt wehrt?

Gemeinsam erarbeiten wir Strategien, um diese Zusammenhänge zu erkennen und ihnen entschlossen entgegenzutreten.
Empfohlene Vorkenntnisse: Grundverständnis von Patriarchat und Faschismus, FLINTA*-Begriff, ein interesse an aktuellen gesellschaftlichen Debatten (z. B. Selbstbestimmungsgesetz, §218 oder die Strategien der Neuen Rechten)


Samstag 13.30-16.00 Uhr | Workshopphase 2

 

Workshop 1: Faschismus verstehen heißt ihn zu bekämpfen – Gesellschaft, Krise und Kapitalismus

Referent*in: Bildungsteam GRÜNE JUGEND NRW

Warum erleben wir gerade einen massiven Rechtsruck? Reicht der Begriff „Rechtsextremismus“ oder müssen wir von Faschismus sprechen?
In diesem Grundlagenworkshop klären wir zentrale Begriffe und analysieren, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen Faschismus entsteht. Dabei werfen wir einen Blick auf das Prinzip der neoliberalen Hegemonie und die Bedeutung von sozialer Spaltung und Krisendynamiken im Kapitalismus.
Ziel des Workshops ist es, die Funktionsweisen von Faschismus strukturell zu verstehen, als Grundlage für eine wirksame antifaschistische Praxis.
Der Workshop richtet sich explizit an Einsteiger*innen, Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

 

Workshop 2: Die Bombenanschläge des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Köln

Referent*innen: Initiative „Keupstraße ist überall“

Beschreibung siehe oben.

 

Workshop 3: Aesthetic Fascism? Wie rechte Trends Antifeminismus normalisieren und wie wir feministisch kontern

Referentin: Jette Nietzard

Perfekte Ästhetik, „natürliche“ Rollenbilder und vermeintliche Geborgenheit: Rechte Akteur*innen nutzen Lifestyle-Trends wie TradWives oder Skinny-Ideale, um antifeministische Botschaften anschlussfähig zu machen. Hinter den soften Filtern steckt jedoch eine klare politische Agenda.
In diesem Workshop mit Jette (ehemalige Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND) schauen wir uns an, wie rechte Inhalte auf Social Media funktionieren. Gemeinsam analysieren wir, warum Algorithmen polarisierende und scheinbar „einfache“ Antworten belohnen – und wie antifeministische Narrative gezielt verbreitet werden, um patriarchale Rollenbilder zu normalisieren und FLINTA*-Personen zu marginalisieren.
Gemeinsam erarbeiten wir warum der Algorithmus von Natur aus rechts blickt und wie aus harmlosen Trends politische Rekrutierung wird und was wir daraus für unsere Social-Media Arbeit lernen können.

 

Workshop 4: Tax the Rich, Fight the Right – Klassenkampf statt Spaltung

Referentin: Stina aus dem Bundesvorstand

Rechte Politik lebt davon, Menschen gegeneinander auszuspielen und von den eigentlichen Machtverhältnissen abzulenken.
Im Workshop schauen wir uns an, wer heute wirklich Macht hat: große Konzerne, Tech-Milliardäre und Vermögende, die von Ausbeutung profitieren und gleichzeitig politische Debatten beeinflussen. Wir sprechen darüber, warum das Versprechen vom sozialen Aufstieg für viele Menschen immer leerer wird und wie Rechte genau diesen Frust für ihre Politik nutzen.
Außerdem geht es um die Frage, wie wir Kämpfe wieder stärker zusammenbringen können: Arbeitskämpfe, Klimabewegung und antifaschistischen Widerstand. Ein Klassenkampf, der wirklich stark ist, muss solidarisch sein und darf niemanden ausschließen.


Sonntag 9.00-10.30 Uhr

 

Workshop 1: Linker Machtaufbau – Strategien des linken Populismus

Referent*in: Bildungsteam GRÜNE JUGEND NRW

Wie können progressive Kräfte gesellschaftliche Mehrheiten gewinnen und echte politische Macht aufbauen? Dieser Workshop beschäftigt sich damit, wie linker Populismus nach Chantal Mouffe als strategisches Werkzeug genutzt werden kann, um Menschen zu mobilisieren, klare politische Konfliktlinien zu setzen und breite Bündnisse zu schaffen.
Gemeinsam schauen wir uns an, wie progressive Bewegungen und Politiker*innen Narrative entwickeln, Emotionen ansprechen und politische Gegner klar benennen, um Unterstützung zu organisieren und Druck aufzubauen. Beispiele aus der Praxis – etwa von Alexandria Ocasio-Cortez, Zohran Mamdani oder Bernie Sanders – zeigen, wie solche Strategien konkret eingesetzt werden.
Im Workshop geht es nicht nur um Analyse, sondern vor allem um Anwendung: Wie können wir selbst überzeugende politische Erzählungen entwickeln? Wie erreichen wir Menschen über unsere eigenen Szenen hinaus? Und wie lassen sich diese Strategien für linken Machtaufbau in Kampagnen, Bewegungen und Organisationen nutzen?
Der Workshop ist für alle zugänglich, jedoch werden wir im ersten Teil theoretische Texte von Chantal Mouffe lesen. Wir versuchen jedoch, es auch für Personen ohne Vorkenntnisse verständlich zu machen.

 

Workshop 2: Antifaschismus vor Ort – von der Analyse zur Praxis

Referent*in: folgt.

Wie sieht antifaschistische Arbeit konkret vor Ort aus? Nach einem Wochenende mit vielen Analysen und Diskussionen geht es in diesem Workshop darum, das Gelernte in die Praxis zu übersetzen.
Gemeinsam schauen wir darauf, welche Möglichkeiten es gibt, im eigenen Umfeld aktiv zu werden: in der Nachbarschaft, an der Schule oder Uni, im Betrieb oder in lokalen Initiativen. Welche Strategien funktionieren, um rechte Strukturen sichtbar zu machen, ihnen etwas entgegenzusetzen und gleichzeitig solidarische Netzwerke aufzubauen?
Der Workshop soll Raum geben, Ideen zu sammeln, Erfahrungen auszutauschen und konkrete Ansätze zu entwickeln. Ziel ist, dass alle mit ein paar praktischen Werkzeugen und Ideen nach Hause gehen, wie antifaschistische Arbeit im eigenen Ort aussehen kann.

 

Workshop 3: Gemeinsam stark: Strategien des Organizing 

Referent*in: folgt.

Viele Menschen spüren steigende Mieten, unsichere Jobs oder Druck im Alltag. Oft bleibt das Gefühl, damit allein zu sein. Organizing bedeutet, genau dort anzusetzen: Menschen zusammenzubringen, gemeinsame Interessen zu erkennen und gemeinsam Druck aufzubauen.
In diesem Workshop schauen wir uns an, wie Organizing konkret funktionieren kann – zum Beispiel in Mietkämpfen, in der Nachbarschaft oder am Arbeitsplatz. Wie spricht man Menschen an? Wie findet man gemeinsame Forderungen? Und wie entsteht aus einzelnen Problemen eine kollektive Bewegung?
Anhand von Beispielen aus Mieter*innenkämpfen und anderen lokalen Initiativen geht es darum, praktische Methoden kennenzulernen und auszuprobieren. Ziel ist es zu verstehen, wie aus Frust über Ungerechtigkeit gemeinsames Handeln entstehen kann.